2.Herren: Vielversprechender Neuanfang (26:27 & 30:23)

Eine neue Saison bringt in der Regel immer einige Fragen und Entscheidungen mit sich, die diese sicherlich zu einem gewissen Punkt beeinflussen werden (wer macht weiter, wer hört auf, wer will wie aktiv mitspielen), jedoch stand diese Saison eine alle oder nichts Frage zur Entscheidung an.

In der ehemals zweiten Herren gingen mit dem langjährigen Trainer Schmiddel einige Spieler in den wohlverdienen Handballruhestand, andere in andere Städte zum Studieren, so dass keine komplette Mannschaft mehr für eine Saison zu stellen wäre. In der ehemals dritten Herren machte die Torhüter Position sowie die fehlende Besetzung des Rückraumes schon in der vergangenen Saison Schwierigkeiten, so dass auch hier einige kritische Stimmen nach einer sinnvollen Weiterführung fragten. Aus der Not entschieden sich beide Mannschaften nun zum sog. Projekt 23. Herren zu fusionieren und in der 4. Hamburger Liga zu starten. Einige Spieler aus der ehemals dritten Herren wagten diesen Schritt leider nicht mit, so dass wir uns an dieser Stelle für die bisher gezeigten Leistungen ausdrücklich bedanken möchten und den eigenen Rücktritt zum Wohle der Mannschaft ausdrücklich bedauern, aber sehr hoch schätzen!

Nun gingen die beiden, nun eine, Mannschaft in die Vorbereitung, welche etwas holprig war und vor dem ersten Saisonspiel, zu Gast war die erste Vertretung von Hohenhorst, schaute man in einige zweifelnde Gesichter. Waren Spielzüge noch wenig bis gar nicht aufeinander abgestimmt und das einheitliche Spielverständnis war auch nicht in so kurzer Zeit zu perfektionieren. Erstaunlich gut wurde mit Hohenhorst mitgehalten - immerhin aus der 3. Hamburger Liga gerade abgestiegen. Ein hartes Spiel auf Augenhöhe entstand, welches am Ende knapp mit einem Tor (26:27) verloren ging. 5 verworfene Siebenmeter und das teilweise noch etwas schwierige Angriffsspiel waren am Ende ausschlaggebend für eine erste Niederlage, welche allerdings dem Projekt 23. Herren mitgab, dass ein Bestehen in der 4. Liga auf jeden Fall zu schaffen ist.

Dieses sollte sich im zweiten Saisonspiel gegen die zweite Vertretung vom HT 16 direkt bewahrheiten. Das Spiel startete mit einem Abtasten der beiden Mannschaften, wobei sich keine entscheidend absetzen konnte. So setzen sich die Spieler des THB immer wieder in den entscheidenden 1 vs. 1 Situation durch und kamen zu Torerfolgen, während die Gäste vom HT 16 über deren wuchtigen Kreisläufer oder die treffsicheren Außen das Spiel offen hielten. So kamen die beiden Teams über ein 5:5 (12 Minute), 8:8 (20 Minute) zu einem Halbzeitstand von 12:12.

Ein Ergebnis, welches den Spielern vom THB nicht gefiel und dem einen etwas ungläubige Augen bereitete – man war (gefühlt) das deutlich bessere Team und erzielte auch schneller seine Tore, aber auch langsame Tore zählen nun einmal genauso viel. So wurde sich in der Halbzeit vorgenommen, noch schneller über die erste und zweite Welle zu spielen, da man selber über eine volle Bank verfügte und der Gegner nur mit 10 Spielern angetreten ist. Nach der Halbzeit blieb das Ergebnis jedoch weiterhin ausgeglichen, so dass es nach 42 Minuten 18:17 für den THB stand.

Nun folgte wohl die erste große Wendung im Spiel. Der zuvor als wuchtige Kreisläufer bezeichnete Spieler von HT 16 bekam für eine Tätigkeit eine 2 Minutenstrafe verhängt, wobei die Einsicht erst nach langer Diskussion mit dem Schiedsrichter eintrat und die hitzige Debatte mit einer zweiten 2 Minutenstrafe „belohnt“ wurde. So durfte das THB Team 4 Minuten in Überzahl spielen und nutzte dies gnadenlos aus. So stand es in der 46 Minute 22:17 zugunsten des THB. Zwar verkürzten die HT 16er immer mal wieder den Vorsprung auf 3 Tore, jedoch mussten diese am Ende der deutlichen Laufüberlegenheit und der Stärke eines doppelt besetzen Kaders Tribut zollen, so dass die Hallenuhr nach 60 Minuten den Endstand von 23:30 für das THB anzeigte. In diesem Spiel gelang vieles mehr, so dass wir uns auf das nächste Spiel beim AMTV, der erste Auswärtsauftritt, freuen und bis dahin den einen oder anderen Ablauf noch besser verinnerlich haben.

Es spielten:
Dope und Stefan im Tor, Hendrik (8), Bute (6), Krätsche (3), Niko (3), Kai (3), Tobsi (3) Ingo (2), Tom (2), Julian, Ralf und Alex


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