2.Herren: SG Harburg - THB 22:21

Auf der Wies’n wird Bier getrunken, der Himmel ist auch noch weiß blau und die 2.Herren befindet sich auf den Weg Richtung Bayern, also gefühlt. Harburg heißt das Ziel. Aus dem Norden von Hamburg schon weiter Weg. Auf Grund einiger Absagen haben wir leider keinen kompletten Kader, nur 11 Spieler finden sich in der Kerschensteinerstraße ein.

Klingt zunächst nicht schlecht, ist auch gegenüber der vergangenen Saison ein Fortschritt, aber es ist keiner unserer Rechtsaußen in der Halle. Dazu kommt, dass Arne auch nicht ganz fit ist und so relativiert sich die Zahl. Aber jammern gilt nicht, müssen halt die Anderen ran. Wir streifen unsere Leibchen über, Harburg spielt und Dunkelblau, und los geht es. Es beginnt etwas zäh, die ersten Angriffe bringen noch nicht den gewünschten Erfolg. Erst in der 5. Min fällt das erste Tor und dann steht es schnell 0:3. Geht doch. Eigentlich sollte so eine frühe Führung Ruhe bringen und zu einer gewissen Beruhigung der Nerven beitragen, aber auch Harburg kann Tore schließen und die Deckung braucht etwas um sich auf den Gegner einzustellen. In der Folge bleibt der Vorsprung konstant und es entwickelt sich ein Spiel, was teilweise durchaus ansehnlich ist. Zum Ende der ersten Halbzeit können wir unseren Vorsprung durch ein paar Gegenstöße noch ausbauen. Die Führung zur Halbzeit 7:12.

Wir beginnen die zweite Hälfte mit der gleichen Aufstellung, die zum Ende der ersten gut funktioniert hat. Aber irgendwie funktioniert es nicht mehr. Die Deckung hat Probleme auf der Mitte, der Angriff kommt mit der etwas kompromissloseren Art und Weise von Harburg in Deckung nicht richtig klar und so kommen wir nicht mehr zu den gewünschten Torerfolgen. Harburg holt Tor um Tor auf und nach 41. Min ist unser Vorsprung aufgebraucht, 15:15. Jetzt haben wir ein Spiel, was wir nicht haben wollten und einen Gegner, der Aufwind hat. Harburg gelingen weiterhin Tore über unsere Deckungsmitte und wir tun uns schwer immer wieder den Ausgleich herzustellen. Die Ruhe in der Deckung und im Angriff weicht überhasteten Aktionen, die nicht immer den gewünschten Erfolg haben, vielmehr den Gegner weiter stärken. Arne verstaucht sich auch noch den anderen Fuß, jetzt ist erstmal Pause für ihn.

Hinzukommt, dass unser ältester und eigentlich erfahrenster einfach gewisse Kommentare auf der Platte nicht lassen kann. Auch nach so vielen Jahren auf dem Feld und auch in Schwarz, fehlt es wenn und dann an der erforderlichen Disziplin. So kommt es erst zu einer 2 Min Strafe und 20 Sek später zu einer roten Karte – die Mannschaftskasse freut sich. Die Vier auf dem Feld Verbliebenen wohl nicht. Aber sie bekommen es zumindest hin, dass Harburg das Spiel nicht zu dieser Zeit für sich entscheidet. Ein Unentschieden in doppelter Unterzahl spricht hier für sich. Es steht 19:19 und wir sind wieder komplett. Die letzten 5 Min bieten noch einmal an Dramatik alles, was Handball zu bieten hat. Harburg führt 21:19 und noch 2:30 auf der Uhr. Eine offene Deckung bringt uns 30 Sek vor Schluss tatsächlich den Ausgleich – unglaublich! Allerdings führt der nächste schnell vorgetragene Angriff von Harburg dann zum KO. Eine 22:21 Niederlage. Unglücklich, unnötig, Pech, fehlende Cleverness – alle diese Attribute dürfen bemüht werden. Hilft nur nicht.

Wir nehmen den Kopf wieder hoch. Denn wir wissen es ist ein weiter Weg. Mit einer auf vielen Positionen neu formierten Mannschaft wird es vielleicht noch ein wenig dauern bis wir richtig gut harmonieren. Wir werden daran arbeiten. Was haben wir gelernt? Wir sind nicht automatisch die Helden. Alter schützt vor Torheit nicht. Wir haben einen 7m-Schützen gefunden. Und weiteres Training macht Sinn. Gute Besserung Arne.

Am nächsten Wochenende gibt es bereits eine nächste Chance sich zu beweisen. Der Weg dahin ist nicht so weit…


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