2.Herren: THB 03 - SG BSV/HSV 5 31:17

Samstag, 10.Oktober 2015. Der goldene Oktober durchstreift Hamburg sowie das nördliche Umland. Der Spielplan hat es so gewollt, dass wir nur einmal im Oktober ran müssen, dafür aber 4 Mal im November. Also schnell die Chance nutzen, schon mal verlorenen Boden wieder gut zu machen, bevor dann der Monat der Wahrheit kommt.

Vor Spielbeginn ein kleines Pläuschen mit den bis dato unbekannten Gegnern. Es wird das Leid über fehlende Spieler geklagt: Leistungsträger bei der Bundeswehr und dort auf hoher See, der Älteste im Team soll auf die 70 zugehen, naja, ein interessanter Nachrichtenmix, der erst einmal so zur Kenntnis genommen wird. Zahlenmäßig stehen sich zwei gleichgroße Kader gegenüber, wobei unser Gast im Tor doppelt besetzt ist, aber wir nach langer Elternzeit des Autors zur Ein-Mann-Strategie zurückgekehrt sind. Nach der deutlichen Niederlage gegen Eilbek im letzten Spiel und daraus folgenden Gesprächen über die Notwendigkeit in jedem Spiel von Anfang an die richtige Aggressivität auf der Platte zu zeigen, machen wir uns diesmal rechtzeitig ans Werk mit dem Umziehen sowie dem Aufwärmen und können so die Halbzeit des Spiels vor unserem nutzen, den Kopf ganz auf Handball zu fokussieren. Die Schmiddelsche Ansage in der obligatorischen Kabinenpredigt fasst unser Alterspräsident dann auch folgerichtig knapp zusammen, über den Kampf und den Einsatzwillen muss es gehen.

Gesagt, getan. Wir beginnen das Spiel schwungvoll und gehen 1:0 in Führung, allerdings kassieren wir die beiden folgenden Angriffe dann jeweils einen Gegentreffer, so daß sich unsere schwarz-weißen Gegner sehr kurzfristig über eine 1:2 Führung freuen dürfen. Unaufgeregt wird über die Notwendigkeit gesprochen, noch mehr zuzufassen und dies zeigt dann auch Wirkung. Mit dem schnellen Ausgleich wird dem Gegner sofort Paroli geboten und in der Folgezeit beißt sich die Spielgemeinschaft des BSV/HSV nun meist die Zähne an unserer soliden Abwehr aus. Die logische Konsequenz: Ein stetiger Ausbau einer Führung für den THB, teils mit schnellen und souverän verwandelten Gegenstössen, teils durch ruhigen auf die 100%ige Chance abzielenden Positionsangriff. Über 6:2, 8:5 sowie 11:6 enteilten wir den doch zeitweilig etwas überfordert wirkenden Aufsteigern auf ein 15:8 zum Pausentee. Kleines Kuriosum – fast hätte der Schreiber dieser Zeilen sein allererstes Tor seit Beginn der THB Zeitrechnung gemacht, einzig die nicht ganz perfekte Peilung des Abwurfs Sekunden vor dem Abpfiff vereitelte dies, aber tröstlicherweise stand bis dorthin eine perfekte Passquote bei den Gegenstössen, auch dank der großen Sprintstärke unseres Teams am heutige Tage.

Deutliche Führung zur Halbzeit, aber da war doch schon mal so etwas diese Saison. Genau, beim Spiel südlich der Elbe am 2.Spieltag hatte eben jene Ausgangslage nicht genutzt werden können, so daß die sicher geglaubten Punkte noch verschenkt wurden. Ein solches Fiasko sollte heute daher gar nicht erst wieder in den Bereich der Möglichkeiten kommen. Insoweit ganz richtig die Parole: Nicht nachlassen, immer weiter nachsetzen und Spaß haben!

Mit vergleichbarem Elan kamen wir so dann auch aus der Kabine und konnten jeden möglichen Funken von Hoffnung auf Besserung bei unseren Gegenübern auslöschen. Der Abstand zwischen Schwarz und Weiß vergrößerte sich zunehmends und selbst etwaige Umstellungen wirkten sich nicht negativ aus. Lediglich zur Mitte der zweiten Hälfte waren ein paar Minuten unsere Anstrengungen etwas geringer, so daß wir kurzzeitig mal wieder relativ schnell 3 Tore kassierten. Aber auch dies wurde schnell ohne größere Hektik abgehakt. So blieb die Überlegenheit aus Hälfte eins die gleiche in Hälfte zwo, welches sich dann folgerichtig im Endergebnis von 31:17 widerspiegelte. Beide Umläufe mit 7 Toren gewonnen, alle Mannen heilgeblieben, ordentlich gekämpft und darüber Spaß am Spiel entwickelt. So sollten wir auch weiterhin auftreten, dann wird auch weiterhin Luft nach oben sein.

Nach dem Spiel dann noch entspannte Resümierungen und die Erkenntnis, daß wir eigentlich ja 32:17 hätten gewinnen müssen, aber dafür war halt nicht genug Zeit. Nicht wahr, Ingo ;-)? Aber gut, den Treffer brauchen wir sicherlich ein anderes Mal dringlicher als heut. Dann noch schnell dem Schlussmann den Spielbericht aufs Auge gedrückt ;-), Feierabend! In diesem Sinne blicken wir voraus auf den 1.November, an dem wir dann bei der Vierten des AMTV zu Gast sein werden.

Positiv zu erwähnen: Trotz des deutlichen Übergewichts (zumindest großteils spielerisch) auf unserer Seite blieb die Partie sehr fair. Es waren so gut wie keine Nickligkeiten zu erkennen und bis auf das eine oder andere kleine individuelle Techtelmechtel standen sich zwei robust spielende Teams gegenüber, die sehr auf gepflegten Umgang miteinander bedacht waren – hart aber herzlich halt.

Aufreger des Spiels: Nach einer Unterzahl Mitte der zweiten Halbzeit vervollständigten wir in den laufenden Gegenstoß unseres Gegners, ein unglücklicher Zusammenprall war die Folge. Zum Glück konnte der gegnerische Spieler nach kurzer Pause weiterspielen.

Zahlenspiele des Nachmittags: Vom Herren in Schwarz bekamen wir am heutigen Nachmittag keinen einzigen Siebenmeter. Nicht, daß wir diese heute nötig gehabt hätten, aber gegen uns gab es derer 5. Bei den Zeitstrafen wurden wir ebenso mit 5 derer bedacht, allerdings gab es hier dann auch eine für die Gegenseite. Dies bringt den Autor dann noch zur Quote der Siebenmeter: Von den Fünfen, wurden bis auf einen alle verwandelt.

Persönliches: Bis zur 59.Minute war die Gegenstoßpassquote bei 100% (und nein, nicht weil nur mal einer glücklich angekommen war und danach die Pässe eingestellt wurden). Historisches lag in der Luft, so viele Pässe, ohne Aussetzer. Aber dann: Ein gehaltener Ball, ein Schmiddelscher Schrei „LANG!!!“, ein turboschneller Rechtsaußen auf dem Weg zum nächsten Ding, aber Pustekuchen. Voller Elan ging dann eben jener letzte Versuch viel zu weit. Schade! Also wieder mal nix mit dem perfekten Gegenstoßtag….

Spielfilm:
1:0 (1.Min.), 1:2 (3.Min.), 6:2 (8.Min.), 8:5 (17.Min.), 12:7 (24.Min.), 15:8 (Halbzeit).
16:9 (32.Min.), 19:10 (36.Min.), 23:13 (42.Min.), 23:15 (45.Min.) 27:16 (54.Min.), 31:17 (Ende).

Siebenmeter:
THB 03: 0 / SG BSV/HSV: 5 davon 4 verwandelt

Zeitstrafen:
THB 03: 5 / SG BSV/HSV: 1 Bemerkenswert, das THB verliert keine der Unterzahlsituationen!

Es spielten:
Monsieur Fischer (2), Mister Kraetschmann (2), Binnen & Bute (6), Flitzer-Schröder (8), The Young One Reinstorf (2), The Old One Reinstorf (durfte vorne nicht), Rückraumkeuler Mardt (6), Ich kann es sogar im Doppelpack Gnoss (2), So long Wittek (3) sowie Dopeheide (TW – so nah dran wie nie, trotzdem 0, aber ein paar Assists).


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